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Vögel richtig füttern

Kompromisslos ökologisch

Vögel brauchen Nahrung

Was füttern?

Vögel fliegen und brauchen viel Energie. Kleine Vögel, beispielsweise die Blaumeise, müssen fast ein Drittel Ihres eigenen Körpergewichts jeden Tag fressen. Pech, wenn es überall nur Rasen, Pflaster und exotische Ziersträucher gibt.

Singvögel brauchen zuallererst genug Energie. Den Körnerfressern, die bei uns überwintern, ist mit einfachen Sonnenblumenkernen schon gut geholfen. Es müssen genug davon da sein. Das ist meist wichtiger als eine bestimmte Diät.

Doch Vögel brauchen wie wir Menschen eine Vielzahl von Stoffen zum Leben. Rotkehlchen beispielsweise sollen nur da vorkommen, wo es auch das (für uns Menschen tödlich giftige) Pfaffenhütchen gibt. Für alle diese Stoffe aber zu sorgen, geht nur, indem wir Sträucher pflanzen und da und dort eine Ecke Natur lassen.

Wann füttern?

Vögel haben nicht nur bei Schnee und Eis Hunger, sondern das ganze Jahr über. Insbesondere in der Zeit, in der die Jungen großgezogen werden, ist leichter Zugang zu Futter viel wert.

Manche Naturschützer raten davon ab, Vögel ans Füttern zu gewöhnen. Aber ehrlich gesagt, wir haben unsere Singvögel an Beton und Teerflächen, an Gift und an Edelrasen gewöhnt. Da wird es nicht schaden, wenn wir woanders wieder kleine Chancen für sie eröffnen.

Reviere

Wer ganzjährig füttert, wird feststellen, dass im Sommer z.B. weniger Meisen zum Futterrohr kommen als im Winter. Das liegt daran, dass Singvögel während der Brutzeit streng auf ihre Reviere achten.

Es kann daher sinnvoll sein, sowohl Futterrohre als auch Vogelbäder an verschiedenen Ecken des Gartens anzubieten.

Wo füttern?

Wo es keine Katzen gibt, kann man Futter durchaus auch einfach zwischen Sträucher und Gras werfen. Vögel finden das, Mäuse und Ratten aber auch. Besser sind Futterhäuschen, denn diese schützen das Futter vor Regen und Schnee.

Futterhäuschen sollten für Katzen unerreichbar sein, z.B. auf einem Pfahl stehend oder an einem Baum hängend.

Krankheiten vermeiden

Füttern ist schädlich, wenn alle Vögel zusammenkommen und Krankheiten übertragen. Deshalb muss man

  • Gedränge vermeiden: Futter an mehreren Stellen gleichzeitig anbieten
  • Kot vermeiden: Vögel sollten nicht in einem offenen Futterhäuschen stehen können. Ideal sind Futterrohre.

Für alle Vögel

Am Futterrohr sind manche Vögel nie zu sehen, die sonst ans normale Futterhaus regelmäßig kommen. Amseln oder die großen Kernbeißer und Spechte tun sich damit schwer, während Sperlinge, Meisen oder Finken sich problemlos festhalten können. Wichtiger als die edle Stahl-Optik ist beim Futterrohr deshalb, unterschiedliche Sitzmöglichkeiten anzubieten, die größeren Vögeln auch eine Chance geben.

Eichhörnchen

Für Eichhörnchen hält man gerne Nüsse bereit, doch sie naschen gerne auch mal von Sonnenblumenkernen. Sie kommen mit jedem Futterrohr zurecht. Sie hängen sich einfach kopfüber daneben und bedienen sich.

Nistkasten

Futterrohr aus Naturmaterial

Geht das? Ein Futterrohr ohne Edelstahl und Plexiglas?

Auch das geht: Es geht aus Holz. Nur Holz. Und wie beim Nistkasten statt verzinktem Draht einfach eine Hanfschnur zum Aufhängen.

Man kann durch Holz nicht hindurchsehen wie durch Plexiglas. Das ist unbequem. Aber es ist nicht ungesund, wenn man ein paar Schritte zuviel tut, weil man versehentlich mal zu früh vor die Tür tritt und das Rohr wieder auffüllt, bevor es ganz leer war.

Ok, Edelstahl hält länger als Holz. Aber wenn das Plexiglasrohr unschön geworden ist, ist das Ganze dann noch so schön wie Holz wäre? Oder wirft man das wunderbar langlebige Edelstahlteil doch einfach weg und kauft ein neues? Holz kehrt zur Natur zurück. Plexiglas nicht.

Wieviel füttern?

Vögel zu füttern, ist etwas Emotionales. Wir sehen gerne dabei zu, wie wir Gutes tun. Da ist es uns wichtig, dass wir am richtigen Tag das Richtige füttern. Aber ist das nötig? Wir können das Füttern aber auch ganz anders sehen:

Alle profitieren

Alle Vögel profitieren, wenn Sie einfach nur Sonnenblumenkerne "ins System geben". Vielleicht ist der Kernbeißer zu groß, um am Futterrohr Halt zu finden und fressen zu können? Oder ein anderer Vogel traut sich einfach nicht so nah an die Menschen. Diese Vögel profitieren, weil Meisen und Sperlinge etwas Anderes für sie liegenlassen, während sie am Futterrohr verwöhnt werden.

Auch bei den Schmetterlingen gibt es bedrohtere Arten als etwa unsere Kohlmeise. Meisen fressen im Laufe eines Winters die übergroße Mehrheit der hilflos überwinternden Schmetterlinge oder Schmetterlingspuppen in Deinem Garten. Wenn die Meisen sonst genug Futter finden, überleben auch mehr Schmetterlinge.

Ganzjährig füttern?

In einer ausgeräumten Natur ist immer Bedarf da. Aber im Winter ist das Angebot gering und manchmal von Schnee bedeckt. Gleichzeitig ist der Energiebedarf besonders hoch. Doch wenn Junge gefüttert werden müssen, wird ebenfalls sehr viel Futter gebraucht. Deshalb ist es sinnvoll, mindestens von Winter bis in den Frühsommer hinein zu füttern. Über ganzjähriges Füttern kann man streiten. Überschüssiges Futter wird durch die Reviergrenzen sicher nicht so gut genutzt, wie es sein könnte. Aber wenn das Revier aus Rasen und Pflaster besteht, ist auch im Sommer und Herbst kein überschüssiges Futter da. Je weniger Natur in der Umgebung, desto sinnvoller das ganzjährige Futterangebot.

Wichtig: Im Sommer ist das Risiko, dass sich Krankheiten an Futterstellen ausbreiten besonders hoch. Deshalb: Im Sommer kein Futterhäuschen, sondern nur Futterrohre.

Große Gebinde sind billiger

Füttere also einfach regelmäßig und viel. Das läuft ins Geld. Aber man muss Vogelfutter ja auch nicht völlig überteuert im 500g Plastikbeutel kaufen. Sonnenblumenkerne gibt es weit günstiger in 25 kg Papiersäcken. Besser für die Natur. Besser für den Geldbeutel.

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Vogelbad

Wasser

Meinem verstorbenen Vater wurden schon Nistkästen mit brachialem Vandalismus zertrümmert, weil ein Ackernachbar fürchtete, Meisen könnten seine Äpfel anpicken.

Meisen tun das tatsächlich. Doch sie mögen überhaupt kein Obst. Warum also picken sie Äpfel an?

Meisen haben Durst. In einem trockenen Sommer sind sie verzweifelt auf der Suche nach Wasser und da kommen Äpfel durchaus gelegen. Es fällt erst auf, wenn man nachdenkt: Wasser gehört zur Sorge für unsere gefiederten Freunde einfach dazu.

Deshalb ein wichtiger Tipp: Stelle Singvögeln ein Vogelbad zur Verfügung. Vögel brauchen Wasser zum Trinken und zur Körperpflege.

Im Sommer verbreiten Wasserstellen Krankheiten. Grünfinken starben in den letzten Jahren in großer Zahl an einem Parasiten, der im Sommer an Wasserstellen, wahrscheinlich auch Futterstellen verbreitet wird. Das Problem: Wo es keine Naturlandschaft, keine Bäche oder Teiche gibt, sondern nur gepflegte Gärten und Straßen, da müssen sich zuviele Vögel zu wenige Wasserstellen teilen. Also: Mehr Wasserstellen und regelmässig gründlich reinigen.

Optimal ist übrigens eine flache, aber randvoll gefüllte Schale. Denn nachts, wenn keiner es sieht, kommen auch Fledermäuse zum Trinken und das tun sie gerne im Tiefflug, ohne zu landen.

Vögel schützen ✅
Freude am Garten ✅
Glückliche Kinder ✅
 
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