Cookie Consent by FreePrivacyPolicy.com Voll-Öko-Nistkästen: Ausbauen und Ergänzen
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Richtig ergänzen

Zusätzliche Details im Eigenbau

Welche Details ergänzen?

Holzschutz?

Ein Öko-Nistkasten hält länger, wenn man das sonst ungeschützte Holz an der Oberseite mit einem natürlichen Holzschutz versieht. An allen anderen Seiten ist das unnötig. Als Holzschutz bewährt sich natürliches Leinöl und wir liefern unsere Nistkästen mit diesem Schutz aus.

Es kann aber nicht schaden, wenn man, z.B. in Verbindung mit dem jährlichen Reinigen des Nistkastens, diesen Schutz erneuert (einfach etwas Leinöl mit einem Lappen auftragen).

Dieser einfache Schutz verlangsamt nicht nur den natürlichen Verwitterungsprozess. Er reduziert auch die Rissbildung (wahrscheinlich weil das Austrocknen des Holzes nach einer Regenperiode nicht zu schnell erfolgt).

Das Dach

Natürlich bekommt ein Öko-Nistkasten trotzdem über kurz oder lang Risse. An der Unterseite sind sie harmlos. Das Dach kann jedoch undicht werden. Bei größeren Rissen, kann das dazu führen, dass manche Vogelarten die Bruthöhle dann nicht mehr belegen.

Wer Zeit und Lust hat, wird daher überlegen, vielleicht ein Dach zu ergänzen. Welche Möglichkeiten gibt es da?

  • Zwischen Außen- und Innenteil des Nistkastens kann man z.B. ein Bienenwachstuch einklemmen. Das ist hundert Prozent öko und schützt den Brutraum zuverlässig.
  • Natürliches Baumwachs, eigentlich für den Wundverschluss bei der Baumpflege vorgesehen, macht ebenfalls dicht.
  • Ein Bretterdach, in welcher Form auch immer, kann durchaus auch ohne Nägel mit Zapfen aus Holz gebaut werden
  • Ein Dach aus einem Bündel von Schilfrohren ist mit Hanfschnur, Holzzapfen und handwerklichem Geschick leicht zu bauen und ist gleichzeitig ein Insektenhotel.

Übrigens: In der Natur kommen Singvögel seit Jahrmillionen ohne perfekte Schreinerarbeiten aus. Das völlig dichte, lang haltbare Dach ist für die Seele des Menschen viel wichtiger als für die Vögel selbst. Aber wenn Du Dir schon die Mühe machst, ein schönes Zusatzdach anzubringen, dann bitte mit einem weiten Dachvorsprung: Nicht wegen Wind und Regen, sondern um Rabenvögel daran zu hindern, dass sie den Jungvögeln direkt über dem Loch beim Ausfliegen auflauern.

Der Ausbruch-Schlitz

Manche Vogelarten bevorzugen ovale Einfluglöcher. Doch das ist vermutlich nur die halbe Wahrheit. Möglicherweise erinnert die ovale Form einfach besser an eine natürliche Situation, denn nicht jede Baumhöhle wird von einem Specht gezimmert: Wenn ein Ast wegbricht, ist das oft der Ausgangspunkt für eine entstehende Bruthöhle. Dem Eingang der Höhle sieht man den Ausbruch des Astes auch weiterhin an: Nach oben rund, nach unten aber ein wenig geschlitzt.

Einige Vogelarten, insbesondere die etwas größeren wie z.B. der Wiedehopf, erkennen an einer solchen ausgeschlitzten Form, dass es sich um eine gut geeignete Bruthöhle handelt und bevorzugen sie.

Man kann also, wenn man mehrere Nistkästen aufhängt, durchaus auch mal bei einem davon mit einer Fuchsschwanz-Säge das Einflugloch nach unten zu einem Schlitz erweitern. Es gibt schließlich nicht nur Meisen, sondern eine ganze Reihe von Höhlenbrütern.

Der Schlitz hat zusätzlich den Vorteil, dass die Bruthöhle heller ist. Das bevorzugen z.B. die Halbhöhlenbrüter wie der Gartenrotschwanz oder der Zaunkönig.

Sitzstange am Nistkasten

Eine Sitzstange?

Bei Nistkästen kann man oft sehen, dass sie mit einer kleinen Sitzstange ausgestattet sind. Schon bei einem Bretterhäuschen ist das aber unnötig und erst recht natürlich bei einem Öko-Nistkasten mit der originalen Baumrinde. Singvögel haben keine Probleme, sind da festzuhalten. Selbst an einem glattlackierten Bretterhäuschen bleibt die Sitzstange oft völlig unbenutzt. Naturschützer vertreten meist die Ansicht, die Sitzstange würde nur Raubtieren helfen.

Für die Sitzstange spricht die Optik. So sieht es für uns einfach netter aus und man hofft vielleicht auch mal auf ein Vogel-Foto in schöner Seitenansicht. Wenn Du eine Sitzstange anbringen willst, reicht ein Bohrer und ein Holzzapfen völlig aus.

Aber bedenke: Auch ein Specht sitzt da bei seiner Arbeit bequemer.

Spechtschutz

Spechte können sehr aggressiv mit Nistkästen umgehen. Aber Spechtangriffe kommen nicht überall und schon garnicht überall häufig vor. Man kann also auch einfach abwarten und sich auf die dicke Wand des Öko-Nistkastens verlassen. Wenn Du einen Spechtschutz nachrüsten willst, dann nimm besser keine Nägel, denn die landen irgendwann doch auf dem Boden und man findet sie nicht mehr.

Eine brauchbare Alternative sind Balkenverbinder aus dem Eisenwarenhandel mit einem Lochdurchmesser von etwa 35 mm. Dann hat man wenigstens nur ein einziges, größeres Teil, das man nach dem Herunterfallen leicht wiederfindet und beim nächsten Nistkasten wiederverwenden kann.

Verschluss-Scheibe / Entfeuchtung / Lüftungslöcher?

Holz verzieht sich eigentlich nicht in Längsrichtung. Die Bauform des Pure Nature Birdhouse hält den Sägespalt unterhalb der Bruthöhle klein.

Trotzdem haben wir viel experimentiert, weil wir dachten, ein Lichteinfall von unten durch Risse oder den Sägespalt könnte Vögel stören, bevor das eigene Nest dann alles dicht macht. Eine eingelegte Holzscheibe würde nach unten einen zuverlässigen Verschluss bilden. Das hat sich aber als unnötig erwiesen. Auch größere Risse halten Vögel nicht vom Benutzen des Nistkastens ab.

Andererseits werden in Nistkästen aus Brettern Löcher in den Boden gebohrt, um eine Belüftung und Wasserablauf zu ermöglichen. Dafür reichen beim Pure Nature Birdhouse der Sägespalt und die natürlichen Ritzen völlig aus.

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Kleiber

Baumläufer und Bilche

Während ein Kleiber als Höhlenbrüter gerne ein Pure Nature Birdhouse annimmt (bevorzugt 34 mm Einflugloch), sind die Gartenbaumläufer, die man ebenfalls am Baumstamm hochlaufen sehen kann, nicht ganz so sehr auf künstliche Bruthöhlen angewiesen (Wir hatten schon ein Nest zwischen einem Baum und einem Fledermauskasten).

Dem Gartenbaumläufer werden oft ähnliche Bruthilfen angeboten wie den Bilchen. Man sieht zu, dass der Vogel vom Stamm aus kletternd bequem in die Bruthöhle einsteigen kann.

Für beide kann man einen normalen Nistkasten verwenden, dessen Öffnung man dem Baum zuwendet. Mit einem durchbohrten Stück Ast und einer Schnur kann man leicht sicherstellen, dass der Eingang zugänglich bleibt und trotzdem ein wenig geschützt ist. Eine Bauanleitung für einen ganz speziellen Baumläufer-Nistkasten gibt es beim Nabu.

Insektenhotel

In dem dicken Ober- und Unterteil des Nistkastens kann man von der Seite Bruthöhlen für Wildbienen oder andere Insekten bohren. Man sollte da bohren, wo man möglichst eine volle Bohrerlänge erreichen kann, am besten unterschiedliche Durchmesser mit drei bis sechs Millimetern. Die Vögel und Insekten vertragen sich als Nachbarn ganz gut, wenn auch die Insekten leicht einmal auf der Speisekarte der Vögel landen können.

Webcam?

Wer kleine Kinder für die Singvogel-Brut begeistern möchte, tut das inzwischen manchmal mit einem kleinen Kamera. Das scheint die Vögel nicht zu stören und ist ein schönes Naturerlebnis.

Durch die tiefe Einflugröhre ist es in einem Öko-Nistkasten recht dunkel, so wie die Natur es vorsieht. Vielleicht versuchst Du es besser bei einer offenen Bruthöhle für "Halbhöhlenbrüter" wie Rotschwänzchen. Die Kamera im Brutraum sollte in keinem Fall für die Vögel hinderlich sein.

reparierter Nistkasten

Nistkasten reparieren?

Einen Nistkasten aus Brettern kann man beliebig oft reparieren. Ob es nachhaltig ist, immer noch mehr Schrauben in die Umwelt zu bringen, darf man aber durchaus in Frage stellen.

Der Fairness halber sei gesagt: Den Nistkasten habe ich beim Joggen fotografiert und sehe ihn immer mal wieder. Er war auch in diesem furchtbaren Zustand wieder belegt. Die Reparatur war jedenfalls keine Fehlinvestition.

Das Pure Nature Birdhouse besteht nur aus zwei Teilen und einer Schnur zum Aufhängen. Solange es nicht gerade im Sturm zu Bruch geht, braucht es keine Reparatur. Wenn es ausgedient hat, darf es einfach herunterfallen und verrotten.

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